Vorsicht vor falschen Polizeibeamten! Betrug im Namen der Polizei

Die Polizei warnt vor Betrug durch falsche
Polizeibeamte. Sie scheinen seriös und hilfsbereit – Betrüger geben sich immer
öfter als Polizeibeamte aus, um an Geld und Wertsachen zu kommen. Ihre Opfer
sind zumeist ältere Mitmenschen, die von den Tätern so geschickt manipuliert
werden, dass sie freiwillig hohe Geldbeträge oder Wertsachen übergeben.

Denn die falschen Polizeibeamten geben vor, das
Hab und Gut ihrer Opfer vor Einbrechern schützen zu wollen. Die Polizei stellt
daher klar: Wir fordern unter keinen Umständen dazu auf, Geld oder Wertsachen
an Kolleginnen oder Kollegen zu übergeben. Für die Täter ist die Betrugsmasche
„falsche Polizeibeamte“ ein lohnendes Geschäft. Nicht immer, aber immer wieder
gelingt es ihnen, sich vier- oder fünfstellige Beträge zu ergaunern.

Beim Polizeipräsidium Westpfalz wurden im Jahr
2018 insgesamt 97 Vorgänge mit „fal-schen Polizeibeamten“ erfasst; die meisten
davon in der Südwestpfalz im Bereich Pirma-sens/Zweibrücken. Zum Glück waren
die meisten der ausgewählten Opfer auf der Hut und erkannten die Betrugsmasche.
Nur in einigen wenigen Fällen kam es zu einer Über-gabe von Geld oder
Wertgegenständen.

Aber: In den
Fällen, in denen die Täter erfolgreich sind, verlieren die Opfer meist nicht
nur ihre Ersparnisse, sondern bleiben auch zutiefst verunsichert zurück.

Die Täter gehen äußerst geschickt vor und
schaffen es, ihre Opfer zu manipulieren. Meist rufen Sie ihre Opfer an und erzeugen
Angst und Verunsicherung, indem sie vor fiktiven Einbrecherbanden warnen. Die
Betrüger geben sich als hilfsbereite Polizeibeamte aus, die Geld und Wertsachen
in Sicherheit bringen. Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen
Kriminalprävention der Länder und des Bundes stellt klar:
„Die Polizei fordert Bürgerinnen und Bürger niemals dazu auf, Geld oder
Wertsachen an Beamte zu übergeben. Nur Betrüger wollen an Ihre Wertgegenstände.
Rufen Sie im Zweifelsfall immer bei Ihrer Polizeidienststelle vor Ort an und
fragen Sie nach. Wählen Sie den Notruf 110 oder die Nummer der Dienststelle,
die Sie selbst im Telefonbuch finden.“ Darüber hinaus sollten sich Betroffene,
die bereits Geld an Unbekannte weitergegeben haben, sofort an die Polizei
wenden und Anzeige erstatten.

Die drei wichtigsten Tipps gegen Betrug im Namen der Polizei:

  • Die Polizei wird Sie niemals um Geld oder Wertsachen bitten!
  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und übergeben Sie grundsätzlich
    niemals Geld an fremde Personen und stellen Sie keine Wertgegenstände zur
    Abholung vor die Tür.

Mehr Verhaltensempfehlungen sowie einen Comic,
der das Vorgehen der Täter veranschaulicht, hat die Polizei auf ihrer
Internetseite zusammengestellt unter:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.