Realschule plus beim Schüler-Landtag in Mainz

Jugendliche erleben Landespolitik hautnah

 

Anfang März nahmen Schüler der 10. Klasse der Realschule plus Am Reichswald in Ramstein am 33. Schüler-Landtag in Rheinland-Pfalz teil. Beworben hatte sich der Sozialkundelehrer Jörg Richter bereits mehrere Male, aber in diesem Jahr klappte es endlich, einen der wenigen und sehr begehrten Plätze für den Schüler-Landtag zu bekommen.

 

Mehrere Monate lang hatten sich die Schüler der Realschule plus intensiv auf den Schüler-Landtag vorbereitet und ihre Anträge formuliert. Geholfen hat ihnen dabei unter anderem der SPD-Landtagsabgeordnete Daniel Schäffner, der in der Schule einen Vormittag lang mit den Schülern zusammen diskutierte und ihnen wertvolle Tipps gab. Auf den Plätzen der Landtagsabgeordneten saßen dann Anfang März nicht die Parlamentarier, sondern rund 100 Schüler aus verschiedenen Schulen aus ganz Rheinland Pfalz. Die Schüler bildeten, wie im richtigen Landtag, verschiedene Fraktionen und so entstand die Idee der „Reichswald-Partei“ (RWP), die sich nun gegen die „Partei für bessere Bildung“ aus Koblenz, die „Schule 4.0“ aus Edigheim und die „Fraktion des öffentlichen Nahverkehrs“ (FÖN) aus Koblenz durchsetzen musste.

 

Landtagspräsident Hendrik Hering eröffnete die Sitzung, in dem er noch einmal darauf hinwies, wie wichtig eine solche Veranstaltung sei, in der Jugendliche selbst erleben könnten, wie Politik gemacht wird. Die Anträge, die von den Schüler-Parteien verabschiedet wurden, werden tatsächlich in den Ausschüssen des Landtages beraten und somit wird durchaus Einfluss auf die aktuelle Politik genommen. Der Antrag der „Reichswald-Partei“ der Realschule plus Am Reichswald war die grundlegende Veränderung des Religionsunterrichtes. Die Trennung in Konfessionen sollte aufgehoben werden. Der Alternativvorschlag der Schüler war die Einführung eines neuen kulturellen Fachs, in dem alle Weltreligionen ihren Platz finden könnten. Rebekka Rübel, die Vorsitzende der Fraktion betonte in dem Antrag vor allem: „Toleranz muss man selbst erleben, zum Beispiel durch das Diskutieren mit Mitschülern und anderen Religionen“.

 

Die anderen Fraktionen stellten Anträge, in denen z.B. der öffentliche Nahverkehr verbessert werden, das Schulfach „Alltagskompetenz“ eingeführt werden oder die Digitalisierung in den Schulen weiter ausgebaut werden sollte. Alle Anträge wurden von den Schülern debattiert und, wie im „richtigen“ Landtag, wurden am Ende nicht alle Anträge angenommen.

 

Wie die Schüler selbst berichteten, war die Erfahrung des „Politikmachens“ für sie eine große Bereicherung. Durch die intensive Arbeit im Vorfeld der Landtagssitzung konnten sie in die Arbeit der Abgeordneten hineinschnuppern und feststellen, wie arbeitsintensiv aber auch interessant deren Aufgabenfeld ist. Im Zusammenhang mit der Teilnahme am Schüler-Landtag haben nun 4 Schüler der Realschule plus Am Reichswald die Möglichkeit den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zu treffen.

 

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