Delegation aus der Präfektur Okinawa zu Besuch

Eine dreiköpfige Delegation von der japanischen Insel Okinawa war vergangene Woche zusammen mit zwei Dolmetschern zu Gast im Rathaus in Ramstein. Dabei informierten sich die Gäste über die Zusammenarbeit und das Zusammenleben mit den Amerikanern in der Stadt und der Region.

Die Japanischen Gäste wurden angeführt von Kiichiro Jahana, dem Generaldirektor des geschäftsführenden Büros beim Gouverneur der Präfektur von Okinawa. Bürgermeister Ralf Hechler und Stadtpressereferent Stefan Layes stellten den Gästen die militärischen Einrichtungen rund um den Flugplatz Ramstein mit ihren Auswirkungen auf die Region sowie die geplanten Baumaßnahmen vor. Die japanischen Gäste hatten anschließend viele Fragen, die sich von rechtlichen Fragen der Stationierung und Umweltschutzbestimmungen bis zu Problemen mit Flug- und Bodenlärm erstreckten.

Auf Okinawa, einer Insel südlich des japanischen Archipels, die nur 0,6 Prozent des Japanischen Staatsgebietes umfasst, liegen etwa 70 Prozent aller US-Liegenschaften in Japan. Zu den etwa 1,5 Millionen Einwohnern kommen noch rund 50.000 US-Amerikaner einschließlich Zivilisten und Familienangehörigen hinzu. Jedes jahr besuchen über 8 Millionen Touristen die Insel Nun soll der Luftstützpunkt Futenma, der vom amerikanischen Marine Corps genutzt wird und der inmitten einer dicht besiedelten Küstenregion liegt, in den Nordwesten von Okinawa verlegt werden, was jedoch Proteste unter der Bevölkerung und bei der Regionalregierung von Okinawa hervorgerufen hat, da sie erhebliche Eingriffe in die Küstenlandschaft befürchten.

Generaldirektor Jahana bedankte sich nach dem rund zweistündigen Austausch bei Bürgermeister Hechler und Herrn Layes für das ausgiebige und offene Gespräch. Man habe viel erfahren und gelernt und werde die Informationen mit nach Hause nehmen und weitergeben. Die kleine Delegation reiste anschließend noch nach Aviano in Italien, wo sie sich ebenfalls über die Situation vor Ort informierten.

 

(Bildtext:)
Bürgermeister Ralf Hechler (links) im Gespräch mit der Delegation aus Japan (Foto: St. Layes).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.